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Gemeinde Graben  |  E-Mail: poststelle@graben.de  |  Online: http://www.graben.de

Pressemitteilung vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben am 05.10.2017

Foto vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben am 05.10.2017

 

Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben

Freistaat Bayern - Wappen

Presseinformation

 

                                                                                                  

 

Krumbach (Schwaben), 5. Oktober 2017

Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit wird intensiviert und gefördert

 

 

 

Langerringen. In der Integrierten Ländlichen Entwicklung „Zwischen Lech und Wertach“ mit den Gemeinden Amberg (Landkreis Unterallgäu), Lamerdingen (Landkreis Ostallgäu), Hiltenfingen und Langerringen (beide Landkreis Augsburg) sowie Hurlach, Igling und Obermeitingen (alle Landkreis Landsberg am Lech) wird es jetzt konkret. Das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben fördert in der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit die Kosten für eine „Umsetzungsbegleitung“ sowie das Projekt „Konzepterstellung Kernwegenetz“. In beiden Fällen liegt der Fördersatz bei 75 Prozent. Baudirektor Christian Kreye von der Krumbacher Behörde überreichte jetzt die jeweiligen Förderbescheide in der Gesamthöhe von 77.000 Euro an die beteiligten Bürgermeister.

 

 

 

Umsetzungsbegleitung

 

Das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben fördert in der ILE „Zwischen Lech und Wertach“ in den nächsten drei Jahren die Personalkosten für eine Umsetzungsbegleitung mit 59.000 Euro. Der sogenannte Umsetzungsbegleiter ist die sogenannte Schaltzentrale der Integrierten Ländlichen Entwicklung. In persona wird Projektmanager Robert Dölle vom Verein „Lech-Wertach-Interkommunal e.V.“ diese Funktion wahrnehmen. Dölle soll künftig die ILE-Gemeinden auf interkommunaler Ebene organisatorisch unterstützen, Ideen entwickeln und Projekte koordinieren. Daneben führt er die Angebote der beteiligten Gemeinden auf einer gemeinsamen Informationsplattform zusammen. Diese Plattform dient der gegenseitigen Information der Gemeinden untereinander und deren Bürger über aktuelle Angebote aus den Bereichen Soziales, Kultur, Freizeit, Vereine, Nahversorgung und Wirtschaft. Kurz und prägnant fasst Kreye die Aufgaben des Umsetzungsbegleiters zusammen: „Informieren, initiieren, beraten und organisieren“.

 

 

 

Kernwegenetz

 

 

 

Ein weiteres Anliegen der ILE-Gemeinden ist der Aufbau eines interkommunalen Kernwegenetzes. Gemeinden und Landwirtschaft definieren dabei gemeinsam Hauptstrecken der Landwirtschaft. „Diese sollen gemeindeübergreifend, weitmaschig und mit hoher Ausbauqualität konzipiert werden“, erläutert Kreye. Kernwege haben eine übergeordnete Erschließungsfunktion, verbinden Hauptachsen und dienen dem landwirtschaftlichen Schwerlastverkehr. In einem ersten Schritt bedarf es hier einer einfachen Bestandsaufnahme der bestehenden Wege. „Anschließend müssen Gemeinden, Landwirtschaft und Fachbehörden eng zusammenarbeiten, bis ein entsprechendes Konzept steht“, so Kreye. Diese Konzepterstellung fördert das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben mit 18.000 Euro.

 

 

 

Nachrichtlich

 

Die Integrierte Ländliche Entwicklung „Zwischen Lech und Wertach“ ist eine Arbeitsgemeinschaft mehrerer Gemeinden. Durch die Zusammenarbeit werden Problemstellungen nicht nur punktuell, sondern interkommunal gelöst. Zudem können die Instrumente der Ländlichen Entwicklung, wie eine Dorferneuerung, Flurneuordnung oder Infrastrukturmaßnahmen, zielorientiert eingesetzt werden. 2008/09 erfolgte die Erarbeitung eines ILE-Konzeptes. Die ILE „Zwischen Lech und Wertach“ erhielt 2010 für ihre vorbildliche Zusammenarbeit über Landkreis- und Bezirksgrenzen hinweg den bayerischen Staatspreis. Die Umsetzung findet das Konzept unter anderem in aktuell laufenden Dorferneuerungsprojekten in unterschiedlichen ILE-Gemeinden. Im Jahr 2016 haben sich die beteiligten Kommunen für eine weitere Zusammenarbeit ausgesprochen. Mit Unterstützung in Form einer „Umsetzungsbegleitung“ sollen in naher Zukunft weitere gemeinsam erarbeitete Ziele umgesetzt werden.

 

 

 

 

 

 

 

Wortweiser ILE und ILEK

 

Mit der integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) steht ein Instrument mit interkommunalem und regionalem Ansatz bereit, um ländliche Regionen eigenständig zu entwickeln. Gemeinsam wollen sich die Gemeinden im Wettbewerb stärken und ihren Standort attraktiv und lebenswert gestalten. Es werden dabei Gemeinden durch die Verwaltung für Ländliche Entwicklung unterstützt, die ihre Zukunft gemeinsam mit den Nachbargemeinden gestalten. Als integriertes ländliches Entwicklungskonzept (kurz ILEK) wird ein besonderes Konzept zur ländlichen Entwicklung bezeichnet, das darauf abzielt, den ländlichen Raum gleichzeitig als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum weiterzuentwickeln. Dieses Konzept zielt auf eine möglichst umfassende Berücksichtigung verschiedener Handlungsfelder ab. Dabei sollen regionaltypische Eigenheiten besonders berücksichtigt werden, und es sollen regionalinterne Kräfte aktiviert und regionale Netzwerke aufgebaut werden. Die Ämter für Ländliche Entwicklung begleiten die Entwicklung des ILEKs finanziell und beratend.

 

 

 

 

 

Foto: Lech-Wertach-Interkommunal e.V.

 

Von links nach rechts: Robert Dölle (Umsetzungsbegleiter ILE „Zwischen Lech und Wertach“), Josef Schummer (2. Bürgermeister Gemeinde Obermeitingen), Konrad Dobler (1. Bürgermeister Gemeinde Langerringen, Vorsitzender ILE „Zwischen Lech und Wertach“,), Franz Feigl (1. Bürgermeister Stadt Königsbrunn, 1. Vorsitzender Lech-Wertach-Interkommunal e.V.,), Wilhelm Böhm (1. Bürgermeister Gemeinde Hurlach), Christian Kreye (Baudirektor Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben), Peter Kneipp (1. Bürgermeister Gemeinde Amberg), Günter Först (1. Bürgermeister Gemeinde Igling), Konrad Schulze (1. Bürgermeister Gemeinde Lamerdingen), Monika Hirl (Baudirektorin Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern), Robert Irmler (2. Bürgermeister, Gemeinde Hiltenfingen)

 

 

 

 

 

Bernd Wolsfeld, Dr.-Rothermel-Str. 12, 86381 Krumbach (Schwaben)
Tel.08282 92-204, Fax -255, poststelle@ale-schw.bayern.de, www.landentwicklung.bayern.de

 

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